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PRESSE
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Veröffentlichungen in Fachzeitschriften 2009
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Nachfolgend einige Veröffentlichungen aus Fachzeitschriften.
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AUTOMOBILWIRTSCHAFT 4-2009
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DER BETRIEBSLEITER 11/2009
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W&S DAS SICHERHEITSMAGAZIN 11/12 2009
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RAS International 9/2009
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GARTEN & FREIZEITMARKT 7/2009
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Wirtschaftsnachrichten 03/2009
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Komunal Direkt Mai / Juni 2009
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Lebensmittel Zeitung 05.06.2009
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Deutsche Handwerks Zeitung Ausg. 10 vom 22.05.2009
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AUTOMOBBILWIRTSCHAFT 4-2009
Praktische “Hagelversicherung” Acrylglas schützt vor ungewollter Verschrottung
Es sind vorwiegend Marketing-Gründe, aus denen Autohäuser in die Überdachung ihrer Außenbereiche investieren. Kaufinteressenten werden selbst bei schlechtem Wetter angezogen. Die ausgestellten Fahrzeuge präsentieren sich - weil vor Verschmutzungen geschützt - stets in glänzender Form.
Aber das ist nur eine Seite der praktischen Acryl-Dächer. Der Klimawandel rückt die Sicherungs-Funktion einer Überdachung in den Vordergrund. Laut Versicherungsstatistiken werden viele Regionen inzwischen sogar mehrmals im Jahr von Hagel-Unwettern heimgesucht. Im Versichererjargon werden die perforierten Karosserien auch „Knäckebrotautos" genannt.
Der statistische Richtwert für Hagelschäden beträgt 3.000 Euro pro Pkw. Schutz bieten Multi-Risk- oder klassische Kfz-Handel- und Handwerks-Versicherungen. Wiederholte Regulierungen verteuern die Policen allerdings exorbitant. Hinzu kommen Wertminderungen und Einnahmeeinbußen. Für die Instandsetzung eigener Autos werden Werkstatt-Kapazitäten gebunden. Die Schadenabwicklung erfordert einigen Verwaltungsaufwand.
Versicherer belohnen wirksame Präventionsmaßnahmen nicht selten mit Beitragsvorteilen von 20 Prozent. So genannte „Hagelnetze", die lange Zeit als probate Lösung galten, bieten gegen „Körner" in Golfballgröße allerdings kaum noch einen wirksamen Schutz. Großhändler gehen zu Beispiel dazu über, die Neuwagen in Hochgaragen abzustellen. Kfz-Händler vor Ort wählen in der Regel feste Überdachungen. Aus bauästhetischen Gründen ist Glas das bevorzugte Material. Unter Kostenaspekten setzen sich jedoch mehr und mehr Lösungen aus UV-stabilem und versprödungsfestem Acrylglas durch.
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Der Betriebsleiter
Licht und leicht Freiflächenüberdachungen aus Acrylglas setzen Akzente
Sie ist mehr als nur Regenschutz: Eine so genannte Freifächenüberdachung erweitert zum Beispiel die Lagerkapazität, erhöht den Komfort und verbessert die Arbeitsbedingungen. Als Material bietet Acrylglas heutzutage eine interessante Alternative zu Echtglas.
Herkömmliche Dächer aus Wellblech oder Bitumenbahnen sind aus der Mode. Planer bevorzugen Lösungen aus Glas, die auch optische Akzente setzen. Es spielen aber keineswegs nur ästhetische Überlegungen eine Rolle. „Undurchsichtige" Großflächen-Überdachungen erfordern eine ganztägige unterseitige Beleuchtung und einen entsprechenden Aufwand an Energie. Tageslicht gibt es dagegen zum Nulltarif. Zudem hat es einen Wohlfühleffekt. Der menschliche Körper schüttet das „Gute-Laune-Hormon" Serotonin aus, wenn es hell genug ist. Dadurch wird die Arbeitsleistung gesteigert, sagen Mediziner.
Kostengünstige Alternative zu Glasdächern Davor liegt aber erst einmal eine ordentliche Investition. Ein Quadratmeter Echtglas kostet rund 550 Euro. Es wiegt etwa 30 kg/ m2, was eine recht aufwändige Statik erfordert. Die Realisierung von Glasdächern scheitert nicht selten am Budget und an konstruktiven Einschränkungen.
Inzwischen gibt es jedoch mit Acrylgas eine funktional gleichwertige, aber deutlich kostengünstigere Alternative. Der Kunststoff mit der Fachbezeichnung Polymethylmethacrylat (PMMA) setzt sich im Gewerbebau immer mehr durch. „Die Zeiten, in denen verächtlich von Plastik die Rede war, sind vorbei", so Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roda Germany GmbH, die jährlich rund 100.000 m2 an gewerblichen und industriellen Freiflächen mit Dächern aus Acrylglas ausstattet. Materialeigenschaften, Verarbeitung und verschiedene Techniken der Veredelung sorgen für Stabilität und Langlebigkeit der Konstruktionen.
Geringes Gewicht eröffnet Gestaltungsspielräume Das geringe Gewicht von Acryl eröffnet dem Architekten bzw. Planer Gestaltungsspielräume. Ronald Nickelsen, Experte für Gewerbebau bei der KFA Bauplanung GmbH : „Die Dichte einer Echt-Glasscheibe ist 1,5 Mal höher. Weil der Kunststoff elastischer ist, kann er zudem in wesentlich geringeren Materialstärken verarbeitet werden. Ein Quadratmeter Acrylglas-Verscheibung wiegt etwa ein Fünftel einer Echtglas-Ausführung. Mit einem Tragwerk aus Aluminium und Stahl lassen sich Spannweiten von bis zu 15 m ohne störende Pfeiler realisieren."
Die hohe Formbarkeit des Materials ermöglicht zudem eine Auflockerung durch Rundungen, Kuppeln etc., außerdem Einfärbungen in beliebigen Tönungen mit nur geringem Mehraufwand. Es verfügt über eine hervorragende Beständigkeit gegenüber UV-Strahlungen; auch nach langjähriger Freibewitterung setzt keine Vergilbung oder Versprödung ein. Dabei wird zu 92% die Lichtdurchlässigkeit von Echtglas erreicht. Mit rund 220 Euro/ m2 kostet ein Acryldach nur etwa die Hälfte eines Daches aus Echtglas.
Patentierte Entwässerung Großflächige Dachkonstruktionen stellen, aus statischen Gründen und um die verbauten Materialien zu schützen, besondere Anforderungen an die Entwässerung. Roda setzt für seine freitragenden Gewölbe- und Sattelkonstruktionen aus Aluminium und Acrylglas ein patentiertes Rinnensystem ein. Besonderheit: Das stranggepresste Aluprofil ist Entwässerungsrinne und Dachträger zugleich. Die zulässige Einzelmannlast inklusive Ausrüstung beträgt 100 kg pro laufenden Meter. Eine Pulverbeschichtung ist in den gängigen RAL-Farben möglich.
Für die unterschiedlichen Dacharchitekturen und -Neigungen stehen drei Varianten zur Verfügung. In Abhängigkeit von den Dachlasten sind Spannbreiten bis zu 6 m möglich. Die Abmessungen der Profile variieren entsprechend der jeweiligen Statik und berechneten Wassermengen. Aufgrund der extrem glatten Oberfläche besteht ein hoher Selbstreinigungseffekt. Nur etwa alle zwei Jahre muss das Dach durch ein Gebäudereinigungsunternehmen gesäubert werden; Kosten pro m2: zwei Euro. Der Aufbau eines 1000 m2 großes Daches dauert rund zehn Tage. Roda z. B. übernimmt als Komplettleistung die Erstellung der statischen Berechnung, der Fundamentpläne, der Konstruktionszeichnungen sowie die Lieferung und den Aufbau der bereits montagefertig angelieferten Teile. Die kleineren Module sind zum Teil für eine Do-it-yourself-Montage geeignet. Roda stellt in diesem Fall eine Objektstatik und Aufbauzeichnungen zur Verfügung.
Aus den beschriebenen Systemen wurde eine weitere Baugruppe („Rodatop") adaptiert. Es handelt sich um Pyramidenaufsätze, Sattel- und Gewölbelichtbänder. Sie eignen sich zur natürlichen Ausleuchtung ansonsten geschlossener Dächer von industriellen bzw. gewerblichen Objekten. Ergänzt wird das Rodatop-Programm durch Unterstände, z. B. für Fahrzeuge und Material.
RODA GERMANY
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W&S Das Sicherheitsmagazin
Verhagelte Existenzen Autohäuser im Wettlauf mit Umweltschäden
Die Wetter-Extreme nehmen zu. Golfballgroße Hagelkörner verursachen Millionenschäden - nicht nur an Gebäuden. Die so genannten „Knäckebrotautos" bringen manchen Betrieb an Rand des Ruins.
Einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursachte ein Hagelunwetter 2008 im VW-Werk Emden: Mehrere Tausend Neufahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen. Ein Fall für die Versicherung. Die Prämienerhöhung hat der auch in finanzieller Hinsicht sturmerprobte Konzern locker verkraftet.
Mittelständler dagegen können durch ein solches überdimensionales Schadenereignis in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Das zeigt der Fall eines süddeutschen Caravan-Herstellers, der gleich dreimal hintereinander von schwerem Hagel getroffen wurde; Schaden jeweils rund drei Millionen Euro. Der Versicherer reagierte zunächst mit einer drastischen Beitragserhöhung; nach dem zweiten Unglück hatten sich die Kosten der Police bereits verdoppelt. Nach dem Worstcase Teil III erfolgte per Änderungskündigung ein Ausschluss des Hagel-Risikos. Aufgrund des desaströsen Schadenverlaufs kam das Unternehmen allerdings auch bei keinem anderen Versicherungsunternehmen unter. Erst nachdem es sich zu Vorsorgemaßnahmen entschlossen und die Stellplätze im Freien mit großflächigen Überdachungen ausgestattet hatte, erhielt es wieder einen vollwertigen Schutz. Wetter als unkalkulierbares Risiko „Es gibt Regionen, in denen ein- oder mehrmaliger Hagel pro Jahr kein Zufall mehr ist", so Roland Schulz, Pressereferent der Nürnberger Versicherungsgruppe. Auffällig sei, dass Hagel inzwischen in Regionen auftrete, die bislang als „hagelfrei" galten, zitiert er Untersuchungen seines Hauses und spricht indirekt von einem unkalkulierbaren Risiko: „Die der Versicherungsmathematik zugrunde gelegte Wiederkehrperiode ist inzwischen in vielen Regionen und Gebieten außer Kraft gesetzt." „Für den einzelnen Betrieb kann das weitreichende wirtschaftliche Folgen haben", so Anton Knitsch, Leiter des Bereich Kraftfahrtversicherungen der Funk-Gruppe, Hamburg, einem unabhängigen Versicherungsmakler. Als statistischer Richtwert für Hagelschäden an Pkw gelten 3000 Euro pro Ereignis.
Knäckebrotautos und Totalverluste Aber auch regelrechte „Knäckebrotautos" - so der Branchenjargon für durch Hagel zerbeulte Blechkarossen - sind keine Seltenheit mehr. Bei Gebrauchtwagen heißt das schnell: Totalverlust. Bei Multi-Risk-Policen ist in der Regel ein Bonus-/Malus-System hinterlegt. Kommt es aufgrund einer hohen Schadenquote zur maximalen Rückstufung, ergibt sich schnell eine fünf- bis sechsstellige Beitragsdifferenz gegenüber einer Günstigerstufung allein im ersten Jahr. Solche Belastungen können sich über mehrere Jahre hinziehen. Bei einer konventionellen Kfz-Handel- und Kfz-Handwerkversicherung gibt es eine solche Automatik nicht. Hier wird der Vertrag wie im Fall des Caravan-Händlers individuell saniert. Die Folgen sind die gleichen. Drastische Mehrkosten. Zum reinen Sachschaden kommen Wertminderungen, die trotz Reparatur an den Kfz verbleiben und zu Einbußen beim Verkauf führen sowie Einnahmeeinbußen, weil Leistungen nicht erbracht werden können. So werden Werkstatt-Kapazitäten für die Instandsetzung eigener Autos benötigt und stehen nicht für das laufende Geschäft zur Verfügung. Die Schadenmeldungen, die Begutachtung und das Controlling der Abwicklung erfordern einen erheblichen Verwaltungsaufwand.
Golfballgroße Hagelkörner Umso wichtiger sei es, Kfz-Betriebe „durch Aufzeigen der monetären Vorteile zur präventiven Maßnahmen zu motivieren", so Experte Knitsch. „Präventionsmaßnahmen belohnen einige Versicherer nicht selten mit Beitragsvorteilen von 20 Prozent." Hagelnetze, die lange Zeit als probate und vor allem kostengünstige Lösung galten, bieten vor Hagelkörnern in Golfballgröße allerdings kaum noch einen wirksamen Schutz. Großhändler gehen dazu über, die Neuwagen in Hochgaragen abzustellen; bei BLG Logistics in Bremen sind dies inzwischen 50 Prozent der Fahrzeuge. Händlern vor Ort empfehlen sich feste Überdachungen, zum Beispiel aus UV-stabilem und versprödungsfestem Acrylglas. Damit werden sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Der Pflegeaufwand für die ausgestellten Fahrzeuge verringert sich und Kunden sind vor Wind und Wetter geschützt. Vor allem nach den Sommer-Unwettern 2008 habe die Nachfrage von Kfz-Händlern stark zugenommen, so Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roda Roelofsen GmbH in Kleve, einem Spezialisten für Großflächenüberdachungen. „Wenn etwas passiert, steigt das Interesse kurzfristig an, erlischt dann allerdings wieder sehr schnell." Dabei verschiebt sich das Problem immer nur um wenige Zentimeter auf der Landkarte. Während Deutschland in 2009 von spektakulären Hagel-Großereignissen weitgehend verschont blieb, verzeichnete Österreich einen Rekord an Schadensmeldungen. Von Mai bis Mitte August hat es fast an jedem vierten Tag gehagelt. Die Versicherer haben bereits für 2010 eine Prämienerhöhung auf breiter Front angekündigt. Für Anbieter von Präventionstechnik sind dies wiederum gute Rahmenbedingungen. Roda Roelofsen hat angekündigt, seine Dächer - eine Konstruktion aus Acrylglas und Aluminium - ab 2010 auch in Österreich vertreiben zu wollen. Langfristig öffnet sich die Kosten-Schere zwischen Nichtstun und aktivem Risikomanagement. Versicherungsbeiträge und schadenbedingter Mehraufwand belasten den Kostenblock. Sie fließen sofort in jegliche betriebswirtschaftliche Betrachtung ein und verschlechtern dadurch die Wettbewerbssituation. Investitionen für feste Überdachungen beziehungsweise in Gebäude sind zwar auch Aufwand, werden aber bilanziell anders gesehen und gewertet.
Manfred Godek
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RAS International 9/2009
RODA GERMANY Freiflächenüberdachungen
Sie ist mehr als nur simpler Regenschutz: Eine so genannte Freiflächenüberdachung erweitert die Lager- und Ausstellungskapazität, erhöht den Komfort für Kunden beziehungsweise Besucher und verbessert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Dächer aus Wellblech oder Bitumenbahnen sind aus der Mode, so der Hersteller Roda. Gefragt sind Lösungen aus Glas, die auch optische Akzente setzen. Allerdings ist Glas teuer und erfordert wegen seines Gewichts aufwändige Konstruktionen.
Die Alternative ist Acryl. Ein Quadratmeter wiegt nur ein Fünftel einer Echtglas-Konstruktion. Sein Preis beträgt etwa die Hälfte eines Glasdaches: nach Hersteller-Angaben rund 220 €. Weil es flexibel formbar ist, sind ohne größeren Aufwand zur Auflockerung der Architektur Rundungen möglich; außerdem Einfärbungen mit nur geringen Mehrkosten. Auch qualitativ könne Acryl mit Echtglas mithalten. Es trotzt zum Beispiel der ständigen UV-Bestrahlung; auch nach vielen Jahren setzt keine Vergilbung oder Verfärbung ein. „Nicht zuletzt unter dem Aspekt der Folgekosten eignet sich der Kunststoff hervorragend für den Außenbereich", so Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roda Germany GmbH. Das Unternehmen aus Kleve überdacht pro Jahr rund 100.000 m² an gewerblichen und industriellen Freiflächen.
Das Tragwerk besteht meistens aus einer Aluminium-/Stahlkonstruktion. Deren Leichtigkeit erlaubt Spannweiten von bis zu 15 m ohne störende Pfeiler. Dem „natürlichen Feind eines Daches", dem Regenwasser, wird mit einem patentierten Alu-Rinnensystem begegnet. Kunststoffdächer sollten etwa alle zwei Jahre durch ein Fachunternehmen gesäubert werden. Kosten pro Quadratmeter: rund 2 €
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GARTEN & FREIZEITMARKT 7/2009
Überdachung des Außenbereichs: wirtschaftliche Lösungen mit Acryl entwickelt
„Alles unter einem Dach." Kein anderer Satz bringt die Erwartung des Kunden besser auf den Punkt: Die Möglichkeit, seine Einkäufe bequem und geschützt erledigen zu können. Deshalb ist bei Neubau- und Sanierungsinvestitionen die Überdachung von Außenbereichen obligatorisch.
Es wird dadurch auch zusätzliche Verkaufs- und Ausstellungsfläche geschaffen, die vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Personalaufwand für das Hin- und Herräumen von Ware, etwa bei Starkregen oder Hagel, entfällt. Natürlich ist Glas als Baustoff unverzichtbar -´nicht allein wegen der biologisch unverzichtbaren Belichtung. Es schafft eine offene und transparente - kauflustfördernde - Atmosphäre, ohne die ein Handelsoutlet im harten Wettbewerb heute kaum noch Chancen hätte. Doch Glas ist teuer und schwer; es erfordert eine aufwändige Statik. Es kostet rund 450 Euro und wiegt etwa 30 Kilogramm pro Quadratmeter. Die Alternative ist Acryl. Ein Quadratmeter wiegt etwa ein Fünftel einer Echtglas-Konstruktion.
Sein Preis beträgt etwa die Hälfte eines Glasdaches: rund 220 Euro. Weil es flexibel formbar ist, sind ohne größeren Aufwand zur Auflockerung der Architektur Rundungen möglich; außerdem Einfärbungen in beliebigen Tönungen mit nur geringen Mehrkosten. Das geringe Gewicht ermöglicht fast „schwebend" wirkende Konstruktionen.
Auch qualitativ kann Acryl dank hoch entwickelter Materialeigenschaften und Technik mit Echtglas mithalten. Es trotzt zum Beispiel der ständigen UV-Bestrahlung; auch nach vielen Jahren setzt keine Vergilbung oder Verfärbung ein. Gleichzeitig erreicht es mit zirka 92% die Lichtdurchlässigkeit von Echtglas.
Folgekosten „Nicht zuletzt unter dem Aspekt der Folgekosten eignet sich der Kunststoff hervorragend für den Außenbereich", so Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roelofsen GmbH. Das Unternehmen aus Kleve überdacht pro Jahr rund 100.000 Quadratmeter, vorwiegend Freiflächen an Handels objekten wie Großmärkte, Autohäuser, Tankstellen oder und Fußgängerzonen. Inzwischen sind es mehr als 2,5 Mio. Quadratmeter.
Das Tragwerk eines Acryldachs besteht meistens aus einer wetterfesten Aluminium-Stahl-konstruktion. Deren Leichtigkeit erlaubt Spannweiten von bis zu 15 Metern ohne störende Pfeiler. Aluminium lässt sich zudem besonders gut - und langlebig - lackieren; entsprechend geringer ist der Instandhaltungsaufwand. Für die unterschiedlichen Dacharchitekturen und -Neigungen stehen drei Varianten (rechteckig, V-förmig) zur Verfügung.
Große Dachflächen stellen, aus statischen Gründen und um die verbauten Materialien selbst zu schützen, besondere Anforderungen an die Entwässerung. Roda Germany setzt für seine frei tragenden Gewölbe- und Sattelkonstruktionen ein - patentiertes - Rinnensystem ein. Besonderheit: Das stranggepresste Aluminiumprofil ist Entwässerungsrinne und Dachträger zugleich. Die Rinne ist begehbar und ermöglicht es, Wartungs- und Reinigungsarbeiten problemlos durchzuführen.
Aufgrund der extrem glatten Oberfläche besteht ein hoher Selbstreinigungseffekt. Nur etwa alle zwei Jahre muss das Dach durch ein Gebäudereinigungsunternehmen gesäubert werden. Kosten pro Quadratmeter: zwei Euro.
Die Überdachung großer Freiflächen erfordert eine Baugenehmigung. Bei Märkten, die meistens außerhalb reiner Wohngebiete liegen, ist dies kein Problem. Aber auch in Mischgebieten stößt eine optische Aufwertung bei den Stadtplanern in der Regel auf Sympathie, denn sie macht einen Standort deutlich attraktiver.
Im Trend „Gut bedachte" Lösungen liegen im Trend - nicht nur bei Ausstellungs- und Verkaufsflächen. „Es zeichnet sich bei Handelsmanagern ein Trend ab, auch Parkplätze zu überdachen", so Sebastian Deppe, Geschäftsleitung der Betriebsberatung des Einzelhandels (BBE), München. Der verschärfte Wettbewerb erhöhe die Bedeutung von Komfort und Service.optische Aufwertung bei den Stadtplanern in der Regel auf Sympathie, denn sie macht einen Standort deutlich attraktiver.
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Wirtschaftsnachrichten 03/2009
Gute Geschäfte mit schlechtem Wetter
KLEVE Die Roelofsen GmbH aus Kleve erstellt „Großflächenüberdachungen“ aus Acrylglas. Der Klimawandel kurbelt das Geschäft an.
Von “Knäckebrotautos“ spricht man in der Versicherungsbranche,wenn bei Sommerunwettern golfballgroße Hagelkörner die Karosserien gleich reihenweise perforieren. Das traurige Überbleibsel eines solchen Ereignisses ist im Büro von Heinz Roelofsen ausgestellt - als Werbemaßnahme sozusagen.
Roelofsens Produkte schützen vor den Unbilden des Wetters. Als er mit ihnen vor 25 Jahren auf den Markt kam, galt der Treibhauseffekt freilich noch als Hirngespinst. Dem Technischen Kaufmann und Betriebswirt, ging es vielmehr darum, ein simples Problem effektvoll zu lösen: Auch bei Regen sollen die Kunden von Großhandels- und Verbrauchermärkten komfortabel einkaufen können und Umsatzrückgänge an solchen Tagen von bis zu 50 Prozent der Vergangenheit angehören.
Herkömmliche Dächer aus Wellblech oder Bitumenbahnen waren bei den Architekten verpönt. Roelofsen verwendete stattdessen den Kunststoff Acryl, der wie hochwertige Glasarchitektur erscheint, aber nur halb so teuer ist. Die Auftraggeber waren begeistert. Bis heute entstanden rund 2,6 Millionen Quadratmeter Dachfläche in den patentierten „Rodalux" oder „Skylook"-Systemen. 2008 erzielte das Unternehmen mit 8 Mitarbeitern einen Umsatz von 6,7 Millionen Euro.
Beinahe wäre das Geld in andere Taschen geflossen. Roelofsen hatte sein Projekt einschließlich Marktanalysen zunächst seinem damaligen Arbeitgeber, einem englischen Unternehmen der Haustechnik-Branche, vorgestellt - und war abgeblitzt. Überzeugt von seiner Idee, machte er sich selbständig.
„Informieren, analysieren und konsequent Umsetzen" - das waren, so Roelofsen, die Erfolgsfaktoren. Und die frühzeitige Erkenntnis, dass es klug ist, Erfolg und Risiken mit anderen zu teilen. Roda baute frühzeitig ein leistungsfähiges Zuliefernetz auf. Die geringe eigene Wertschöpfungstiefe hielt die Firma schlank und flexibel - und die Kapitalbindung niedrig. Umso mehr konnte in Expansionen investiert werden. Tochtergesellschaften in Polen und Rumänien sollen vom Wachstum des Handels in Osteuropa profitieren.
Im Westen sorgt nun auch der Klimawandel für ein gutes Geschäftsklima. Autohäuser schützen ihr teures Gut vor Hagel. Den meisten Segen bringt jedoch weiterhin der Regen. Eines der neuesten Objekte befindet sich ganz in der Nähe: Die Parkplatz-überdachung am real-Future-Store in St. Tönis.
Manfred Godeck
Roelofsen GmbH, Flutstraße 73, Kleve Gründung: 1984 Tätigkeit: Großflächenüberdachungen aus Stahl, Aluminium und UV-stabllem Kunststoffglas Auftraggeber: Groß- und Verbrauchermärkte, Einzelhändler, Industrie- und Gewerbebetriebe, Tankstellen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen Mitarbeiter: 8 Umsatz: 2006: 4,8 Mio. / 2007: 6,4 Mio ./ 2008: 6,7Mio. Euro Internet: www.roda-germany.de
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Komunal Direkt Mai / Juni 2009
Die Überdachung von Schulhöfen scheitert oft an den Kosten- Alternativen aus Acryl
Viele der rund 40.000 Schulbauten in Deutschland sind reif für eine gründliche Modernisierung. Mit Anstrichen und aufgepäppelter Haustechnik ist es allerdings nicht getan. Aufgrund neuer pädagogischer Konzepte und der Etablierung von Ganztagsschulen müssen auch die Raum-strukturen verändert werden.
Eine große Bedeutung hat dabei die Gestaltung des Pausenhofes. Je nach Klassenstufe und Pausenzeitregelung verbringen junge Menschen dort 150 bis 300 Minuten pro Woche. Sie schöpfen frische Luft, was die Konzentration steigert. Neben dem systematischen Lernen im Unterricht finden außerhalb des formalen Rahmens wichtige informelle Bildungsprozesse statt. Besteht dagegen keine Möglichkeit, sich in der Pause frei zu entfalten, ist auch die Sozialisation fehlerhaft.
Wegen schlechten Wetters kann die Schulpause ihre wichtige Funktion oft nicht erfüllen. Und gießt es in Strömen, ist der Wechsel zwischen Gebäudeteilen oder das Warten etwa vor einer Turnhalle nicht nur ein Ärgernis, sondern eine Gefahr für die Gesundheit. Deshalb werden von Lehrkörpern und Elternpflegschaften gleichermaßen Überdachungen der Außen- beziehungsweise Pausenbereiche gefordert.
Den Ansprüchen an die Architektur stehen in der Regel knappe Etats gegenüber. Wichtiges Kriterium ist die Transparenz und Lichtdurchlässigkeit von Dachkonstruktionen. Dadurch wird unter anderem ein Bezug zur Tages- und Jahreszeit geschaffen. Der Einsatz von Holz und so genannter „Teerpappe" oder Wellblech kommt dagegen oft schon aus rein gestalterischen Gründen nicht in Frage.
Die favorisierten Glasdächer oder Lösungen mit Glaselementen scheitern nicht selten am Budget, aber auch an den konstruktiven Einschränkungen. Ein Quadratmeter Echtglas kostet rund 550 Euro. Es wiegt etwa 30 Kilogramm pro Quadratmeter, was eine recht aufwändige Statik erfordert.
Inzwischen gibt es jedoch mit Acrylgas eine funktional gleichwertige, aber mit Kosten von rund 220 Euro/Quadratmeter eine deutlich kostengünstigere Alternative. Der Werkstoff Acryl erreicht mit 92% eine nahezu identische Lichtdurchlässigkeit. Sein geringes Gewicht eröffnet jedoch wesentlich größere Gestaltungsspielräume. Ronald Nickelsen von der KFA Bauplanung GmbH, Hamburg: „Die Dichte einer Echt-Glasscheibe ist 1,5 Mal höher. Weil der Kunststoff elastischer ist, kann er zudem in wesentlich geringeren Materialstärken verarbeitet werden. Ein Quadratmeter Acrylglas-Verscheibung wiegt etwa ein Fünftel einer Echtglas-Ausführung. Mit einem Tragwerk aus Aluminium und Stahl lassen sich Spannweiten von bis zu 15 Metern ohne störende Pfeiler realisieren."
Großflächige Dachkonstruktionen stellen, aus statischen Gründen und um die verbauten Materialien zu schützen, besondere Anforderungen an die Entwässerung. Die Roda Germany GmbH, ein Spe-zialbetrieb für Freiflächenüberdachungen aus Kleve, setzt für seine freitragenden
Gewölbe- und Sattelkonstruktionen aus Aluminium und Acrylglas ein (patentiertes) Rinnensystem ein. Besonderheit: Das stranggepresste Aluminiumprofil ist Entwässerungsrinne und Dachträger zugleich. Die zulässige Einzelmannlast inklusive Ausrüstung beträgt 100 Kilogramm pro laufenden Meter, so dass eine Reinigung problemlos möglich ist. Allerdings hat die extrem glatte Oberfläche von Acryl einen hohen Selbstreinigungseffekt bei Regen. An dem Aluprofil lassen sich zudem Be-leuchtungskörper befestigen.
Nach den Schulbauvorschriften der meisten Bundesländer ist auf den Pausenhöfen je Schülerin und je Schüler etwa 0,2m2 überdachte Fläche vorzusehen. Dabei handelt es sich allerdings um Soll-Be-stimmungen. In der Praxis geht der Anstoßzu einer Überdachung meistens von den Schulen selbst aus. www.roda-germany.deKD072
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Lebensmittel Zeitung 5.Juni 2009
Verregnete Geschäfte
Wenn’s schüttet, geht Umsatz verloren. Wer auf ein Parkplatz-Dach verzichtet, kann Wetter-Zertifikate kaufen.
Es regnet in Strömen. Das erklärt auch, warum so wenige Kunden im Markt sind", so Björn Haste bereits Anfang Februar in seinem Web-Blog „shopblogger.de". Dabei stand dem Spar-Händler aus Bremen zu diesem Zeitpunkt das Schlimmste noch bevor. Bis zu 19 Regentage beschert der Februar laut zehnjähriger Wetterstatistik der Weser-Region. Auch der März brachte mehr Regen als das ersehnte sonnige Frühlingserwachen. Was die meisten einfach nur „ärgert", spürt der Handel sofort schmerzhaft in Euro und Cent. „Das hat die März-Umsätze gedrückt", bestätigt Com¬merzbank-Analyst Matthias Rubisch. Obwohl es zwei Verkaufstage mehr gab, sanken die Verkaufserlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent.
Die Beispiele sind exemplarisch für eine Berechnung von Fachleuten, nach der mehr als 80 Prozent aller Geschäfte weltweit direkt oder indirekt vom Wetter abhängen. Wenn es regnet, bleiben vor und in Supermärkten die Parkplätze und Gänge leer. Der Umsatz sinkt nach Erfahrungen von SB-Warenhaus-Managern an manchen Tagen sogar um bis zu 30 Prozent. Der Verbraucher reduziert oder streckt seinen täglichen Bedarf. Bestimmte Güter werden an darauf folgenden Tage zwar nachge¬kauft. Verloren sind indes die begleitenden Impulskäufe, die laut verschiedener Untersuchungen, unter anderem des Florida Institute of Technology, bis zu 40 Prozent der im Supermarkt gekauften Waren ausmachen.
Der Umsatz eines größeren Verbrauchermarktes (ab 2500 Quadratmeter) beträgt rund 65000 Euro pro Tag (Nielsen). Ein durchschnittliches Outlet verzeichnet an einem Regentag bis zu 20000 Euro weniger Einnahmen - und nur ein Teil davon wird in den Folgetagen kompensiert.
Der Verlust lässt sich im Gegensatz zu Betriebsunterbrechungen bei Elementarschäden nicht versichern. Supermarktbetreiber greifen inzwischen zu einer im Grunde simplen Präventionsmaßnahme. Sie statten Parkplätze und Zuwege mit einer Überdachung aus. Die Kosten relativieren sich in der Gegenüberstellung zum Wagnis des Einnahmeausfalls. Ein Dach aus Acrylglas kostet zum Beispiel rund 220 Euro pro Quadratmeter, wobei die Investition über 20 Jahre abgeschrieben wird. Hinzu kommt, dass mehr Einkaufskomfort Kunden bindet und zusätzliche wirbt.
„Wir wissen aus unseren Service-Studien und Rating-Projekten, dass etwa Dreiviertel aller Verbraucher ein wetterunabhängiges Einkaufen für wichtig erachten", so Dr. Claus Deth-loff, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts ServiceRating in Köln.
Frequenzsteigernd
Stichprobe: An einem Regentag mit immer wieder heftigen Schauern in Tönisvorst am Niederrhein sind am Plus-Markt im Gewerbegebiet Höhenhöfe um elf Uhr vormittags von rund 100 Parkplätzen unter freiem Himmel gerade einmal sieben belegt. Am benachbarten Real Future-Store stehen auf etwa 100 überdachten Parkplätzen rund 90 Autos.
„Die Servicequalität ist für den Handel ein zunehmend wichtiger Aspekt", so Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roda Germany GmbH in Kleve, einem Spezialbetrieb für Großflächenüberdachungen. Bei der Kalkulation stelle mancher Gebäudemanager verblüfft fest, wie schnell sich ein solches Projekt amortisiere. Rein finanztechnisch gibt es aber noch eine ganz andere Möglichkeit, sich gegen wetterbedingte Umsatzausfälle abzusichern: Den Erwerb von so genannten Wetterderivaten. Anbieter sind Banken oder Versicherungen wie die Celsius Pro AG in Zürich oder die Münchener Rück beziehungsweise deren angeschlossenen Vertriebsorganisationen. Finanztechnisch betrachtet, sind Wetterderivate ein Optionsgeschäft. Sie können für verschiedene klimatologische Basiswerte struktu¬riert werden, zum Beispiel für Temperatur, Regen oder Schnee. Für zum Beispiel jeden verregneten Tag - ab einer bestimmten Regenmenge - garantiert der Emittent eine vorher festgelegte Entschädigung. Die Prämie richtet sich nach dem abgesicherten Umsatz.
Voraussetzung ist allerdings, dass ein Unternehmen genau weiß, wie sich bestimmte Wetterparameter auf seinen Umsatz auswirken. Anhand von Klimatabellen ermitteln lässt sich sodann anhand verschiedener Parameter ein individuelles Zertifikat konstruieren.
Regen-Zertifikate
Vom 1. Mai bis zum 31. Juli regnet es zum Beispiel in Düsseldorf an durchschnittlich 31 Tagen. Jeder Tag, an dem mehr als 5 Millimeter Regen fällt, könnte mit einer Ausgleichzahlung von 5000 Euro abgesichert werden. Ein „Rain-Day-Zertifikat", das diese Entschädigung ab dem 15. Regentag und maximal 50000 Euro garantiert, kostet rund 12000 Euro). Der Anbieter Celsius Pro AG bietet auf Ihrer Website eine Kalkulations-Software.
Ein großer Emittent steht nach eigenen Angaben mit zwei deutschen Filialisten in Gesprächen über den Einsatz von Wetterderivaten. Ansonsten nutzen hier zu Lande erst wenige, vor allem große Unternehmen der Energiewirtschaft, das Instrumentarium. In den USA sind Wetterderivate gängige Finanzinstrumente, die sogar an Börsen gehandelt werden. „Je bewusster sie sich ihrer Risken werden, desto mehr zählen auch kleinere und mittlere Unternehmen zu den Interessenten", so Mark Rüegg, CEO von Celsius Pro. 2005 haben sich zum Beispiel Wirte des Ok¬toberfestes in München vor regenbedingten Einnahmeausfällen geschützt. Eines der wenigen Unternehmen, die über einen verregneten Sommer frohlocken, ist die Beate Uhse AG. An „schlechten Tagen" boomt das Geschäft mit Online-Bestellungen.
Manfred Godek* lz 23-09 *Der Autor arbeitet als freier Journalist in Düsseldorf
Wetterderivate für den Handel
Rain Day: Das Regentag Zertifikat zahlt einen definierten Betrag für jeden Tag, an dem die tägliche Niederschlagsmenge über einem festgelegten Wert liegt.
Heat Day: Das Hitzetag Zertifikat zahlt einen definierten Betrag für jeden Tag, an dem die Tageshöchsttemperatur über einem festgelegten Wert liegt.
Rain Season: Das Regensaison Zertifikat zahlt einen definierten Betrag für jeden Millimeter, wenn die kumulierte Niederschlagsmenge in einer bestimmten Periode einen festen Wert überschreitet.
Hot Season: Das Heisse Saison Zertifikat zahlt einen durch Sie definierten Betrag für jedes Grad Celsius, wenn die kumulierten Differenzen der Tageshöchsttemperaturen und einem Referenzwert einen festgelegten Wert überschreitet.
Cold Season: Das Kalte Saison Zertifikat zahlt einen durch den Kunden definierten Betrag für jedes Grad Celsius, wenn die kumulierten Differenzen eines Referenzwertes und die Tageshöchsttemperaturen einen festgelegten Wert überschreitet.
Quelle: Celsius Pro AG
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Deutsche Handwerks Zeitung 22.05.2009
Licht, leicht und hagelsicher
Acryldächer sind eine kostengünstige Alternative zu Echtglas.
Eine so genannte Freiflächenüberdachung schafft zusätzliche Lager und Ausstellungskapazität, erhöht den Komfort für Kunden und Besucher und verbessert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter.
Dächer aus Wellblech oder Bitumenbahnen sind allerdings aus der Mode. Planer bevorzugen Lösungen aus Glas, die auch optische Akzente setzen. Es spielen aber keineswegs nur ästhetische Überlegungen eine Rolle. „Undurchsichtige" Großflächenüberdachungen erfordern eine ganztägige unterseitige Beleuchtung und einen entsprechenden Aufwand an Energie. Tageslicht gibt es dagegen zum Nulltarif. Zudem hat es einen Wohlfühleffekt. Wenn es hell genug ist, werde die Arbeitsleistung gesteigert, sagen Mediziner.
Davor liegt aber erst einmal eine ordentliche Investition. Ein Quadratmeter Echtglas kostet rund 550 Euro. Es wiegt etwa 30 Kilogramm pro Quadratmeter, was eine recht aufwändige Statik erfordert. Die Realisierung von Glasdächern scheitert nicht selten am Budget. Inzwischen gibt es jedoch mit Acrylglas eine funktional gleichwertige, aber deutlich kostengünstigere Alternative. Der Kunststoff setzt sich im Gewerbebau immer mehr durch. „Die Zeiten, in denen verächtlich von Plastik die Rede war, sind vorbei", so Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roda Germany GmbH in Kleve, einem Spezialbetrieb für Großflächenüberdachungen aus Acrylglas. Materialeigenschaften, Verarbeitung und Techniken der „Veredlung" sorgten für Stabilität und Langlebigkeit. Mit rund 220 Euro pro Quadratmeter kostet ein Acryldach nur etwa die Hälfte eines Daches aus Echtglas.
Das geringe Gewicht von Acryl eröffnet zudem Gestaltungsspielräume. Ronald Nickelsen, Experte für Gewerbebau bei der KFA Bauplanung GmbH, Hamburg: „Die Dichte einer Echtglasscheibe ist 1,5-mal höher. Weil der Kunststoff elastischer ist, kann er zudem in wesentlich geringeren Materialstärken verarbeitet werden. Ein Quadratmeter Acrylglas wiegt etwa ein Fünftel einer Echtglasausführung. Mit einem Tragwerk aus Aluminium und Stahl lassen sich Spannweiten von bis zu 15 Metern ohne störende Pfeiler realisieren."
Die hohe Formbarkeit des Materials ermöglicht zudem eine Auflockerung durch Rundungen, Kuppeln etc. Acryl verfügt über eine hervorragende Beständigkeit gegenüber UV-Strahlungen; auch nach langjähriger Freibewitterung setzt keine Vergilbung oder Versprödung ein. Dabei wird zu 92 Prozent die Lichtdurchlässigkeit von Echtglas erreicht.
Die Kleinmetall GmbH in Erlensee bei Hanau hat bereits vor zehn Jahren ihre Ladezone mit einem „Glasdach" aus Kunststoff versehen. Der Handwerksbetrieb stellt unter anderem Gepäcksysteme für Servicefahrzeuge her. Die Produkte werden weltweit vertrieben, der Warenumschlag ist entsprechend hoch. „Besonders bei hohen Bestellmengen sind wir über jeden Quadratmeter zusätzliche Lagermöglichkeit froh", so Geschäftsführerin Elisabeth Eichhorn. Auch unter Kostengesichtspunkten ist das Ganze für sie ein Pluspunkt: „Seit dem Anbau musste das Dach nur zweimal gereinigt werden." Die extrem glatte Oberfläche von Acryl hat einen hohen Selbstreinigungseffekt.
Auch das Kfz-Gewerbe bevorzugt „gut bedachte" Lösungen. Auf Freiflächen entstehen Verkaufsausstellungen, die vor Wind und Wetter geschützt sind. Seit einiger Zeit ist aber auch der Klimawandel mit seinen Hagelunwettern Anlass für Überdachungen aus Acrylglas, das besonders schlag- und bruchsicher ist. Die Schäden - der statistische Richtwert beträgt 3.000 Euro pro Fahrzeug - sind zwar durch Versicherungen gedeckt; sie führen jedoch zu erheblichen Beitragserhöhungen. Hinzu kommen Wertminderungen und Einnahmeeinbußen, weil die Instandsetzung der eigenen Autos Werkstattkapazitäten bindet. Präventionsmaßnahmen durch feste Überdachungen werden von Versicherern dagegen nicht selten mit Beitragsvorteilen von 20 Prozent belohnt.
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Manfred Godek
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