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PRESSE
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Veröffentlichungen in Fachzeitschriften 2008
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Nachfolgend einige Veröffentlichungen aus Fachzeitschriften.
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Deutsches Handwerksblatt 12/2008
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Rheinische Post vom 29.10.2008
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stores + shops 04/2008
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Markt und Mittelstand 09/2008
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diy 10/2008
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Deutsches Handwerksblatt 12/2008
Acrylglas kann Funktion und Optik vereinen.
Sie ist mehr als nur simpler Regenschutz: Eine sogenannte Freiflächenüberdachung erweitert die Lager- und Ausstellungskapazität, erhöht den Komfort für Kunden beziehungsweise Besucher und verbessert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter.
Überdachte Freiflächen lohnen sich in vielerlei Hinsicht. Herkömmliche Dächer aus Wellblech oder Bitumenbahnen jedoch sind allerdings aus der Mode. Planer bevorzugen heute Lösungen aus Glas, die auch optische Akzente setzen. Es spielen aber keineswegs nur ästhetische Überlegungen eine Rolle.
„Undurchsichtige“ Großflächenüberdachungen erfordern eine ganztägige unterseitige Beleuchtung und einen entsprechenden Aufwand an Energie. Tageslicht gibt es dagegen zum Nulltarif. Zudem hat es einen Wohlfühleffekt. Der menschliche Körper schüttet das „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin aus, wenn es hell genug ist. Dadurch wird die Arbeitsleistung gesteigert, sagen die Mediziner.
Acrylglas: Kostengünstigere Alternative
Die Realisierung von Glasdächern scheitert aber nicht selten am Budget und an konstruktiven Einschränkungen. Ein Quadratmeter Echtglas kostet rund 550 Euro. Es wiegt zudem etwa 30 Kilogramm pro Quadratmeter, was eine recht aufwendige Statik erfordert. Inzwischen gibt es mit Acrylglas eine funktional gleichwertige, aber mit Kosten von rund 220 Euro pro Quadratmeter deutlich kostengünstigere Alternative. Das geringe Gewicht von Acryl eröffnet dem Planer Gestaltungsspielräume.
Ronald Nickelsen, Experte für Gewerbebau bei der KFA Bauplanung GmbH, Hamburg: „Die Dichte einer Echt-Glasscheibe ist 1,5 Mal höher. Weil der Kunststoff elastischer ist, kann er zudem in wesentlich geringeren Materialstärken verarbeitet werden. Ein Quadratmeter Acrylglas-Verscheibung wiegt etwa ein Fünftel einer Echtglas-Ausführung. Mit einem Tragwerk aus Aluminium und Stahl lassen sich Spannweiten von bis zu 15 Metern ohne störende Pfeiler realisieren.“
Patentiertes Rinnensystem
Großflächige Dachkonstruktionen stellen, aus statischen Gründen und um die verbauten Materialien zu schützen, besondere Anforderungen an die Entwässerung. Die Roda Germany GmbH, ein Spezialbetrieb für Großflächenüberdachungen aus Kleve, setzt für seine freitragenden Gewölbe- und Sattelkonstruktionen aus Aluminium und Acrylglas ein - patentiertes - Rinnensystem ein.
Besonderheit: Das stranggepresste Aluminiumprofil ist Entwässerungsrinne und Dachträger zugleich. Die zulässige Einzelmannlast inklusive Ausrüstung beträgt 100 Kilogramm pro laufenden Meter. Am Aluprofil lassen sich problemlos Beleuchtungskörper befestigen.
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Thomas Godeck
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RP 29.10.2008
Geschäfte mit Wind und Wetter
Der Kleve Unternehmer Heinz Roelofsen baut mit seiner Roda Germany GmbH europaweit Großflächenüberdachungen aus Stahl, Aluminium oder UV-stabilem Kunststoffglas. Und dies äußerst erfolgreich.
KLEVE (RP) Einem Porsche-Fan bräche sie vermutlich das Herz: die knäckebrotähnlich deformierte Motorhaube eines 911-er. Golfballgroße Hagelkörner haben tiefe Dellen im Metall hinterlassen. Das einst „gute Stück" lehnt am Schreibtisch von Heinz Roelofsen, Inhaber und Geschäftsführer der Roda Germany GmbH in Kleve.
Roelofsen baut „Großflächen-Überdachungen", die Mensch und Material vor den Unbilden des Wetters schützen, zum Beispiel über den Parkplätzen von Cash & Carry-und Verbrauchermärkten oder über Fahrzeugausstellungen. Als er mit seinem Produkt vor 24 Jahren auf den Markt kam, galt der Treibhauseffekt freilich noch als Hirngespinst. Dem Technischen Kaufmann und Betriebswirt ging es vielmehr darum, ein simples Problem effektvoll zu lösen: Auch bei Regenwetter sollten die Kunden komfortabel einkaufen können.
Wie hochwertige Glasarchitektur Der eigentliche Clou war die Gestaltung der Dächer. Statt herkömmlichem Wellblech oder Bitumenbahnen verwendete Roelofsen den Kunststoff Acryl. Dieser lässt Konstruktionen wie hochwertige Glasarchitektur erscheinen, ist aber nur halb so teuer und zudem äußerst robust. Die Auftraggeber waren begeistert. Bis heute entstanden rund 2,5 Millionen Quadratmeter Dachfläche in den patentierten „Rodalux" oder „Skylook"-Systemen und sorgten für ein kontinuierliches Wachstum. Beinahe wäre das Geld in andere Taschen geflossen. Roelofsen hatte seine Idee einschließlich Marktanalysen zunächst seinem damaligen Arbeitgeber vorgestellt. Dieser jedoch winkte ab. Roelofsen „winkte" sozusagen zurück - er machte sich 1984 selbständig. „Informieren, analysieren und konsequent Umsetzen" - das waren, so Roelofsen, die Erfolgsfaktoren von Anfang an. Und die frühzeitige Erkenntnis, dass es klug ist, Erfolg und Risiken mit anderen zu teilen. Roda baute frühzeitig ein leistungsfähiges Zuliefernetz auf. Das hält die Firma schlank und flexibel - und die Kapitalbindung niedrig. Umso mehr kann in Expansionen investiert werden. Tochtergesellschaften unter anderem in Polen und Rumänien sollen vom Wachstum des Handels in Osteuropa profitieren.
Nun trägt der Klimawandel zum Geschäftsklima bei. Unwetter treten nicht nur häufiger auf, sondern immer heftiger. Auch der Niederrhein blieb in diesem Jahr vom Hagel-Chaos nicht verschont. Die so genannten „Körner" erreichen mittlerweile die Größe von Golfbällen und verursachen regelmäßig Schäden in Millionenhöhe; Tendenz steigend, haben Versicherer errechnet. Zu den Opfern gehören vor allem Pkw-Besitzer und Unternehmen, deren wichtigstes Wirtschaftsgut Autos sind: Kfz-Händler. Bei Volkswagen in Emden wurden kürzlich sogar 30.000 nagelneue Fahrzeuge zerbeult. Die Folge sind drastisch steigende Prämien. Roelofsen: „Ein gut bedachtes Konzept spart dagegen nicht nur Ärger, sondern auch Kosten."
Zeitgenössische Künstler Nichteingeweihte könnten das gesteppte Stück Metall im Büro des Roda-Chefs glatt mit Kunst verwechseln. Roelofsen ist eifriger Sammler. Vor drei Jahren gründete er die Internet-Galerie www.art-moritz.de , die Werke zeitgenössischer Künstler vermarktet. „Ein Unternehmer darf sich nie auf eine Sache allein konzentrieren", sagt er, was sein Engagement in der Kunst-und Kulturförderung und im Rotary Club Kreis Kleve-Schloss Moyland unterstreicht. An weiteren Geschäftsfeldern ist Roelofsen derzeit jedenfalls nicht interessiert. Laut wissenschaftlichen Prognosen muss erst in einigen Jahrzehnten mit einer regenarmen Zeit gerechnet werden.
INFO Roda Germany GmbH Gründung: 1984 Sitz: Flutstraße 73, Kleve Tätigkeit: Großflächenüberdachungen aus Stahl, Aluminium und UV-stabilem Kunststoffglas Auftraggeber: Groß- und Verbrauchermärkte, Einzelhändler, Industrie- und Gewerbebetriebe, Tankstellen sowie Kommunen und öffentliche Einrichtungen. Mitarbeiter: 11; Umsatz: 6,4 Millionen Euro (2007) Internet: www.roda-germany.de
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stores + shops 04/2008
Gut überdacht
Für den Kunden bedeutet es ein großes Plus an Service, wenn er seinen Einkäufen geschützt vor und unabhängig von Wettereinflüssen nachgehen kann. Das ist nicht nur in Shopping-Centern möglich. Auch der individuelle Einzelhandel kann Eingangsbereiche, Parkplatzzuwege und Ladezonen gezielt überdachen.
Zum Beispiel gibt es Möglichkeiten, Einkaufsstraßen zu überdachen. Dabei handelt es sich meist um Bürgersteigdächer, die sich auch für schmale Wege eignen. Vollüberdachungen von Fußgängerzonen findet man in Deutschland dagegen kaum; sie kommen nicht zuletzt wegen der angespannten Kommunalfinanzen selten oder nie über das Entwurfsstadium hinaus. Bei den realisierten Objekten dominieren individuelle Bedachungslösungen. Sie sollen vor allem die Eingangsbereiche, Parkplatzzuwege und Ladezonen einzelner Geschäfte schützen. Mehrere nebeneinander liegende Einzelhändler können so mit überdachten Verbindungswegen ein kleines „Center" realisieren.
Vor allem durch die Überdachung von Parkplätzen lässt sich der Einkaufskomfort spürbar erhöhen. Unschön, wenn dem Kunden bei strömendem Regen das Wasser in den Kragen läuft und die eingekaufte Ware ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei neuen Einzelhandelsobjekten ist heute oft zumindest die Überdachung von Eingängen und/oder Ladezonen obligatorisch.
Aber auch für die Nachrüstung bestehender Flächen lassen sich zweckmäßige Lösungen finden. Dabei sind die Erfordernisse einer modernen Handelsarchitektur zu beachten: Eine Überdachung muss eine offene, transparente Atmosphäre gewährleisten. Das ist nur mit transparenten Baustoffen möglich. Glas ist teuer und schwer: Pro Quadratmeter kostet Glas rund 450 Euro und wiegt etwa 30 Kilogramm. Daher ist auch die Statik aufwändig.
Eine Alternative bietet eine Dachkonstruktion aus Acryl. Ein Quadratmeter wiegt etwa ein Fünftel des Gewichts einer Echtglas-Konstruktion, der Preis beträgt etwa die Hälfte eines Glasdachs: rund 220 Euro pro Quadratmeter. Weil Acryl formbar ist, sind zum Beispiel für eine ästhetische Gestaltung Rundungen möglich. Des Weiteren kann Acryl mit nur geringen Mehrkosten in beliebigen Tönungen eingefärbt werden. Das geringe Gewicht ermöglicht fast schwebend wirkende Konstruktionen.
Auch qualitativ ist Acryl wettbewerbsfähig. Es hält zum Beispiel ständiger UV-Bestrahlung stand, auch nach Jahren setzt keine Vergilbung oder Verfärbung ein. Gleichzeitig erreicht Acryl mit 92 Prozent dieselbe Lichtdurchlässigkeit wie Echtglas.
„Nicht zuletzt unter dem Aspekt der Folgekosten eignet sich der Kunststoff hervorragend für den Außenbereich", sagt Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roelofsen GmbH. Das Unternehmen aus Kleve überdacht pro Jahr rund 100.000 Quadratmeter, unter anderem Parkflächen an Großmärkten und Autohäusern, aber auch Tankstellen und Fußgängerzonen.
Das Tragwerk eines Acryldachs besteht meist aus einer wetterfesten Aluminium-Stahlkonstruktion. Deren Leichtigkeit erlaubt Spannweiten von bis zu 15 Metern ohne störende Pfeiler. Aluminium lässt sich zudem besonders gut - und langlebig - lackieren; entsprechend geringer ist der Instandhaltungsaufwand. Dem „natürlichen Feind" eines Dachs, dem Regenwasser, begegnet die Roelofsen GmbH mit einem patentierten Alu-Rinnensystem. Kunststoffdächer sollten etwa alle zwei Jahre durch ein Fachunternehmen gesäubert werden.Die Kosten pro Quadratmeter liegen bei rund zwei Euro.
In der Innenstadtgestaltung gehören großflächige Überdachungen sicherlich zu den aufwändigen Mitteln. Oft sind sie nur in Kombination mit anderen Maßnahmen wie Pflasterungen oder der Einrichtung von Ruhezonen sinnvoll. Bei individuellen Lösungen an Einzelhandelsgeschäften überwiegt in der Regel der Nutzen den Aufwand. Sie machen den Einkauf komfortabler, den Standort attraktiver und dienen so der Kundenbindung.
Interview
Eine kundenfreundliche Lösung
Erich Kümper ist Geschäftsführer der Bührmann Weine GmbH im niederrheinischen Moers.
Das 1927 gegründete Weingroßhandelsunternehmen betreibt am Firmensitz auch einen 700 qm großen Wein-Einzelhandelsmarkt. Dessen Eingangsbereich wird von einem 250 qm großen Dach aus Acrylglas überspannt.
s+s: Was gab den Ausschlag für die Überdachung?
KÜMPER: Im Grunde handelte es sich um eine „Notwehrmaßnahme". Als wir vor sechs Jahren das Gebäude bezogen, war bereits ein Vordach vorhanden. Es bestand aus Blech, an dem der Zahn der Zeit schon kräftig genagt hatte. Das war ästhetisch unmöglich.
s+s: Warum überhaupt ein Dach?
KÜMPER: Es bedarf keiner Marktforschung, um darauf zu kommen. Wenn man beobachtet, wie sich Kunden im strömenden Regen mit ihrem Einkauf abmühen, dann ist die Konsequenz eigentlich klar. Für uns stand fest: Wenn wir ein neues Gebäude beziehen, dann gibt es dafür eine kundenfreundliche Lösung.
s+s: Warum haben Sie sich für die Kombination aus Acrylglas und Aluminium entschieden?
KÜMPER: Der Einkauf von Wein sollte ein emotionales Erlebnis sein. Das setzt eine einladende Gestaltung des Eingangsbereichs vor aus. Viel Licht gehört dazu. Die Acryl-Alumi-nium-Kombination ist im Übrigen sehr leicht und konnte auf die bestehende Unterkonstruktion montiert werden.
s+s: Sie haben 50 Parkplätze. Warum sind nur sechs davon überdacht?
KÜMPER: Sich an Stoßzeiten wie dem Samstagvormittag zu orientierten, wäre natürlich absoluter Luxus. Die Woche über stünden die Dächer vorwiegend ungenutzt da. Wir orientieren uns an einem Durchschnittswert von 150 Besuchern pro Tag. Jeder Einkauf dauert etwa 15 Minuten. In unserem Fall bieten sechs überdachte Parkplätze damit quantitativ ausreichenden Komfort.
s+s: Welche Folgekosten fallen an?
KÜMPER: Tatsächlich sind bisher keine entstanden. Das Dach haben wir seit 2002 nicht einmal reinigen müssen. Das hat der Regen erledigt.
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Thomas Godeck
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Markt und Mittelstand 09/2008
Kunst und Wirklichkeit
Heinz Roelofsen baut Dächer aus Acryl - und schützt damit Autohäuser vor ungewollten Natur-Kunstwerken.
Man könnte sie für Modern Art halten: die Knäckebrot-ähnlich deformierte Motorhaube des Porsche 911, die am Schreibtisch von Heinz Roelofsen lehnt. Doch kein Künstler, sondern golfballgroße Hagelkörner haben die tiefen Dellen im Metall hinterlassen. Das Objekt steht in direktem Zusammenhang mit dem Umsatzdiagramm, das der Inhaber und Geschäftsführer der Roda Germany GmbH in Kleve in den Händen hält. Roelofsen baut Großflächenüberdachungen, die Mensch und Material vor den Unbilden des Wetters schützen, zum Beispiel über den Parkplätzen von Verbrauchermärkten oder über Fahrzeugausstellungen.
Als er mit seinem Produkt vor 24 Jahren auf den Markt kam, ging es ihm vor allem darum, ein simples Problem effektvoll zu lösen: Auch bei Regenwetter sollen die Kunden komfortabel einkaufen können und Umsatzrückgänge an solchen Tagen von bis zu 50 Prozent der Vergangenheit angehören. Herkömmliche Flachdächer aus Wellblech oder Bitumenbahnen waren jedem Architekten ein Gräuel. Roelofsen verwendete den Kunststoff Acryl, der die Konstruktionen wie hochwertige Glasarchitektur erscheinen lässt, aber nur halb so teuer ist. Bis heute entstanden rund 2,5 Millionen Quadratmeter Dachfläche in den patentierten Rodalux- oder Rodatop-Systemen. 2007 erzielte er mit elf Mitarbeitern 6,4 Millionen Euro Umsatz.
Beinahe wäre das Geld in andere Taschen geflossen. Roelofsen hatte sein Projekt zunächst seinem damaligen Arbeitgeber vorgestellt. Dieser jedoch winkte ab. Roelofsen winkte zurück - er machte sich selbstständig. Ein umkompliziertes Produkt, ein handfester Nutzwert und großer Bedarf: Damit konnte eigentlich nichts schiefgehen.
„Informieren, analysieren und konsequent umsetzen" - das waren, so Roelofsen, die Erfolgsfaktoren von Anfang an. Und die Erkenntnis, dass es klug ist, Erfolg und Risiken mit anderen zu teilen. Roda baute ein leistungsfähiges Zuliefernetz auf. Die geringe eigene Wertschöpfungstiefe hielt die Firma schlank und flexibel und die Kapitalbindung niedrig. Umso mehr konnte in Expansion investiert werden. Und neuerdings sorgt auch der Klimawandel für ein gutes Geschäftsklima. Vor allem Autohäuser wollen ihr teures Gut vor Hagel schützen.
Nicht Eingeweihten fällt übrigens oft gar nicht auf, dass das gesteppte Stück Metall im Büro des Roda-Chefs nichts mit Kunst zu tun hat. Roelofsen ist eifriger Sammler. Vor drei Jahren gründete er die Internetgalerie Artmoritz. „Ein Unternehmer darf sich nie auf eine Sache allein konzentrieren", sagt er. Das hilft vor allem seinem persönlichen Gleichgewicht; auf eine zweite Einnahmequelle ist er nicht angewiesen. Laut Prognosen muss erst in einigen Jahrzehnten mit einer regenarmen Zeit gerechnet werden.
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Manfred Godek
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diy 10/2008
Überdachung von Parkplätzen
Gut bedacht
Der Schutz vor schlechtem Wetter macht einen Standort attraktiver. Wirtschaftliche Lösungen bieten Produkte aus Acrylglas.
Es regnet - und der Kunde wundert sich: darüber, dass ihm das Wasser in den Kragen läuft, während die Einkaufswagen vor Wind und Wetter geschützt untergebracht sind. Ihm fehlt ein Dach über dem Kopf. Ein solches würde den Einkaufskomfort beträchtlich steigern - und womöglich auch den Umsatz an verregneten Tagen.
Bei Cash-&-Carry-Märkten, zum Beispiel der Metro, sind Parkplatzüberdachungen längst obligatorisch. Im Consumer-Bereich gehören Verbrauchermärkte wie Realkauf oder Globus zu den Vorreitern. „Es zeichnet sich bei Handelsmanagern ein Trend ab, Parkflächen zu Überdachen", so Sebastian Deppe, Geschäftsleitung der Betriebsberatung des Einzelhandels (BBE), München. Der verschärfte Wettbewerb erhöhe die Bedeutung von Komfort und Service. Dem trugen die Architekten des 2007 eröffneten Hornbach-Marktes in Freiham bei München mit einer bis dato ungewöhnlichen Lösung Rechnung.
Sie stellten die Verkaufsebenen auf Pfeiler und schufen damit 780 überdachte Stellplätze. Aber auch für bestehende Flächen lassen sich zweckmäßige Lösungen finden. Das Vorteil-Baucenter (l&M) in Unkel am Rhein wurde vor drei Jahren um eine großzügige Überdachung erweitert. „Bei Kundenbefragungen findet dieser Punkt immer wieder ein positives Echo", so Geschäftsführer Dr. Jürgen Mertens. Auch andere Standorte sollen nun nachgerüstet werden. Eine konsequente Entscheidung, bei der es keineswegs nur um den Wohlfühleffekt geht. „Das Einladen dauert meistens einige Minuten. In strömendem Regen können auch die eingekauften Produkte Schaden nehmen."
Es gibt viele Möglichkeiten, einen Parkplatz oder Teile davon - oder auch nur eine Ladezone -zu überdachen. Doch egal wie die eine Konstruktion gestaltet wird: Sie muss dem Gesetz moderner Handelsarchitektur entsprechend eine offene und transparente - kauflustfördernde - Atmosphäre schaffen. Damit ist Glas als Baustoff unverzichtbar. Doch Glas ist teuer und schwer; es erfordert eine aufwändige Statik. Es kostet rund 450 € und wiegt etwa 30 kg pro m². Eine Alternative bietet Acryl. Ein m² wiegt etwa ein Fünftel einer Echtglas-Konstruktion, und der Preis liegt etwa bei der Hälfte eines Glasdaches. Weil es flexibel formbar ist, sind ohne größeren Aufwand zur Auflockerung der Architektur Rundungen möglich; außerdem Einfärbungen in beliebigen Tönungen mit nur geringen Mehrkosten. Das geringe Gewicht ermöglicht fast „schwebend" wirkende Konstruktionen.
Auch qualitativ kann Acryl dank hoch entwickelter Materialeigenschaften und Technik mit Echtglas mithalten. Es trotzt zum Beispiel der ständigen UV-Bestrahlung; auch nach vielen Jahren setzt keine Vergilbung oder Verfärbung ein. Gleichzeitig erreicht es mit zirka 92 Prozent die Lichtdurchlässigkeit von Echtglas.
„Nicht zuletzt unter dem Aspekt der Folgekosten eignet sich der Kunststoff hervorragend für den Außenbereich", so Heinz Roelofsen, Geschäftsführer der Roelofsen GmbH. Das Unternehmen aus Kleve überdacht pro Jahr rund 100.000 m², unter an¬derem Parkflächen an Großmärk¬ten und Autohäusern, aber auch Tankstellen und Fußgängerzo¬nen. Inzwischen sind es mehr als 2,5 Mio. m2.
Das Tragwerk eines Acryldachs besteht meistens aus einer wetterfesten Aluminium-Stahlkonstruktion. Deren Leichtigkeit erlaubt Spannweiten von bis zu 15 m ohne störende Pfe¬ler. Aluminium lässt sich zudem besonders gut - und langlebig -lackieren; entsprechend geringer ist der Instandhaltungsaufwand. Dem „natürlichen Feind eines Daches", dem Regenwasser, begegnet „roda" mit einem patentierten Alu-Rinnensystem. Kunststoffdächer sollten etwa alle zwei Jahre durch ein Fachunternehmen gesäubert werden. Kosten pro m2: rund zwei €.
Die Überdachung von Parkflächen erfordert eine Baugenehmigung. Bei Märkten, die meistens außerhalb reiner Wohngebiete liegen, ist dies kein Problem. Aber auch in Mischgebieten stößt eine optische Aufwertung bei den Stadtplanern in der Regel auf Sympathie, zumal die Attraktivität des Standorts erhöht wird. Sympathie beim Kunden lässt sich allerdings auch mit ganz unkonventionellen Methoden erzielen. „Was tun Sie, wenn plötzlich ein Wolkenbruch losbricht", wurde ein Baumax-Mitarbeiter von der Hauszeitung befragt. Antwort: „Ich schnappe mir einen großen Sonnenschirm und begleite die Kunden zu ihrem Auto.".
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